Freie Grundschule

Marzahn

ASG - Anerkannte Schulgesellschaft mbH

Pädagogisches Konzept der Freien Grundschule Marzahn

 
Aufnahme
Für die Aufnahme in die Grundschule gelten grundsätzlich die Regelungen des Landes Berlin. Wenn Sie Ihre Kinder an der Grundschule anmelden möchten, informieren wir Sie in einem Gespräch über die pädagogische Prägung, die daraus resultierende innere Organisation und die Angebote unserer Schule.

Die Schulleitung nutzt das Gespräch ihrerseits, Auskunft zu erhalten über

  1. Ihre Motivation, die Sie veranlasste diese Schule auszuwählen
  2. Ihre Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung an der Lernentwicklung Ihres Kindes sowie am Schulleben.
Über die Aufnahme eines Kindes an der Grundschule entscheidet die Schulleiterin bzw. der Schulleiter unter Berücksichtigung, der durch die Schulkonferenz beschlossenen, mit dem Schulträger abgestimmten Aufnahmekriterien.

Unsere freie Schule Marzahn erfüllt grundsätzlich alle Anforderungen des Landes Berlin an eine Grundschule.

Mit der Wahl einer der Freien Schulen der Anerkannten Schulgesellschaft entscheiden Sie sich zudem aber für eine Schule, in welcher Ihre Kinder individuell, gemäß deren Begabungen gefördert werden, die ein alternatives und fortschrittliches Konzept verfolgt, anders als die beispielsweise bei vielen öffentlich-rechtlichen Schulen mit deren systembedingten wie auch vom sozialen Umfeld bestimmten Problematiken.


Wir bieten
  • individuell angemessene Möglichkeiten der Förderung besonderer Begabungen
  • die spezifische Arbeitsweise berücksichtigt die Veranlagungen, Neigungen, Sensibilitäten und Fachleistungen Ihrer Kinder (Bereich personale Intelligenz)
  • besondere Betonung auf den Gebieten naturkundlicher und handwerklich-technischer Bildung.
  • Lernen unter Einbeziehung aller Sinne, wie auch Nutzung moderner Medientechnik
  • fakultative Angebote, vielfältige wählbare Projekte und Arbeitsgemeinschaften, fächer- und lernbereichsübergreifende Projekte, Ganztagsbetreuung
  • gesunde Ernährung, Bewegung, Körperhygiene, Lebensraumgestaltung & Lebensweise werden thematisiert und gelebt
Die Grundschule umfasst die Jahrgangsstufen 1 bis 6. Die schuleigene Stundentafel basiert auf der Kontingentstundentafel im Bildungsgang der Grundschule des Landes Berlin. Die vom Land vorgegebenen Zahlen an Unterrichtsstunden je Doppeljahrgangsstufe werden eingehalten. Erfüllt werden ebenso alle Vorgaben für die Verteilung der Stunden auf die einzelnen Fächer und Lernbereiche. Entsprechend ist das schulinterne Curriculum auch konform mit den Vorgaben des Landes Berlin.

Die Schüler lernen von der ersten bis zur sechsten Jahrgangsstufe in stabilen Stammgruppen, die von einem kleinen Team von Lehrkräften betreut werden. In diesen Gruppen erfolgt der Unterricht in aufbauenden Kursen.

Beim selbständigen Arbeiten im Lernstudio und bei der Projektarbeit sowie beim E-Learning werden auch fachleistungs-, neigungs- und begabungsbezogene Mischungen praktiziert.

In den Jahrgangsstufen 1 und 2 dominiert die Arbeit nach Tagesplänen. Spätestens mit Beginn der Jahrgangsstufe 3 erfolgt die Einführung des Lernens nach Wochenplänen. 

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 prägen vier bis sechs Etappen die Struktur eines Schuljahres. Die dort für die Schwerpunktgestaltung vorgesehenen Stunden nutzen die Schule den Mädchen und Jungen in der späten Kindheit/ Frühphase der Pubertät Gelegenheit zu bieten, Neigungen nachzugehen, sich zu erproben, Begabungen und ggf. auch Grenzen bei und für sich zu entdecken, Interessen auszubilden und zu verstetigen.

Für Schüler, die im Rahmen der Ausbildung eines Talents bzw. der Förderung einer besonderen Begabung in Vormittagsstunden trainieren, Übungsstunden absolvieren, an Proben, Wettkämpfen u.a. teilnehmen, bietet die Schule die Möglichkeit, im Rahmen des Ganztags obligatorischen Unterricht am Nachmittag zu besuchen.

Vom ersten Schultag an erfolgt für alle Schülerinnen und Schüler Heranführung an die englische Sprache in den Unterrichtsfächern und auch als zusätzliches fakultatives Angebot. Sie erwerben ein Sprachgefühl und die korrekte Aussprache. Damit berücksichtigt unser Lernkonzept, dass die Kinder heute in einem Europa und einer Welt aufwachsen, in denen persönliche Begegnungen und Kontakte der Menschen über Ländergrenzen hinaus immer häufiger und enger werden, sich für immer mehr Menschen Lebensperspektiven und -planungen und Arbeitsorte nicht mehr auf das Herkunftsland beschränken und der unverzichtbare Umgang mit Informationstechnologie, Medien und Technik mehrheitlich die Anwendbarkeit der englischen Sprache bedingt.

Wir setzen moderne Medientechnik ein - beim Erlernen von Sprachen, bei der künstlerischen Betätigung, wie auch beim Entdecken von Erscheinungen, zur Nutzung als Informations- und Kommunikationsmittel, zunächst bei der erst nur rezeptiven und Schritt für Schritt auch bei der produktiven Beschäftigung mit Musik, Film, Fotografie, Computergrafik und multimedialen Präsentationsformen. Ab der Jahrgangsstufe 1 stehen Tablets für den phasenweisen Unterrichtseinsatz zur Verfügung.

Mädchen und Jungen mit besonders ausgeprägten technischen Begabungen und Interessen, können sich auf dem von ihnen bevorzugten Gebiet  entfalten und Kompetenzen entwickeln. Sie verlieren, ihre womöglich vorhandene Scheu vor Computer, Kamera, Mikrofon usw. und lernen, Medientechnik zu nutzen und sicher mit ihr umzugehen. Ihnen eröffnen sich digitale Technologien zur Kommunikation, zur Arbeit, zur Automatisation bis hin zu Kulturtechniken als eine neue Dimension zur Erschließung und Darstellung der Welt wie der virtuellen Welt. Das Smartphone oder andere mobile Endgeräte werden nicht nur als Instrumente zum Zeitvertreib dienen.

Lernen erfolgt nicht allein visuell und akustisch, sondern unter Einbeziehung aller Sinne. Es wird herangetastet, erspürt und erfasst. Es wird gehandelt, er- und begriffen, handwerklich gestaltet. Neue Wege werden wirklich beschritten. Damit leistet das Prinzip der „Bewegten Schule“ zugleich einen Beitrag zur Gestaltung von Schule als Lebens- und damit Erfahrungsraum.

Gesunde Ernährung, Bewegung, Körperhygiene, Lebensraumgestaltung & Lebensweise werden in allen Unterrichtszusammenhängen, die sich dafür anbieten und dazu eignen, thematisiert und auch gelebt. Letzteres bedeutet, dass rhythmisierte Tagesabläufe, Unterrichts- wie Pausengestaltung sowie eine breite Palette an außerunterrichtlichen Aktionsmöglichkeiten vielfältige Gelegenheiten bieten, vorhandenen Bewegungsdrang auszuleben und das Bedürfnis, Lust und Freude an Bewegung zu wecken.

Für gesunde Ernährung gibt es ein vollwertiges Verpflegungsangebot an der Schule in Verbindung mit dem Erwerb von ersten grundlegenden theoretischen Kenntnissen über Herkunft, Herstellung, Wertigkeit von Nahrungsmitteln für den menschlichen Körper und dessen natürlichen Bedarf.

Im außerunterrichtlichen Bereich des Ganztages wird es tägliche Sportangebote für den Bewegungsaspekt, wie auch der Interessenbildung geben. Wir bieten als Schule selbst insbesondere spielerische und naturverbundene Aktionsmöglichkeiten und arbeiten dabei eng mit dem Fachbereich Sport der beiden weiterführenden Schulen auf dem Campus zusammen, die ein schuleigenes Curriculum Natur-Sport entwickeln und praktisch umsetzen.

Ein weites Feld für handlungsorientiertes Lernen bietet der Schwerpunktbereich ökologische Bildung. Ausgehend von der unmittelbaren Lebens- und Erfahrungswelt der Schüler wird daran gearbeitet, ihnen die Erweiterung ihres Blickfeldes auf die Region, den Kontinent, die Erde, das All zu eröffnen. Durch Beobachtungen und Erkundungen sowohl in der Natur als auch von Menschen gestalteten Lebensbereichen, die Übernahme von Arbeiten der Anzucht, des Anbaus und der Pflege von Pflanzen sowie der Tierbetreuung (Pflege, Fütterung, Weidegang, Bau von Nistkästen, Futterhäuschen und -stationen) wird ein unmittelbares Verhältnis der Kinder zur ihrer Mitwelt und ein von Verstehen, Rücksicht, Verantwortung und Zuneigung geprägtes Verhalten befördert.

Eine Reihe im Wechsel wählbarer Projekte aus den Bereichen

  • Handwerk & Technik,
  • Technik & Informatik,
  • Naturwissenschaften sowie Naturkunde & Sport
die sich neben den Inhalten auch im Anspruchsniveau unterscheiden, bieten dazu ebenso Gelegenheit wie die Einnahme unterschiedlicher Rollen im Team, da die Projekte grundsätzlich in Gruppenarbeit realisiert werden.
Lernformen
aufbauende Kurse

  • Erweiterung von Wissen, Können, Fähigkeiten und Fertigkeiten eines Fachgebiets
  • alle Schüler einer Klasse unter Anleitung einer Fachlehrkraft
  • feste wöchentlicher Stundenzahl

Lernstudio

  • selbstständige Bearbeitung von Aufgaben
  • von Lehrkräften beraten und unterstützt
  • in aufbauenden Kursen und mit fortgeschrittenem Schulalter auch epochalen Kursen, Abbau von Defiziten, Entfaltung von Begabungen
  • erarbeitetes Wissen und Können sowie erworbene Fertigkeiten differenziert anwenden, üben, vertiefen und erweitern
  • individuelle Neigungen, erreichter Lernentwicklungsstand und so geplante Lernentwicklungsziele werden, berücksichtigt

Lernwerkstatt

  • offenes Lernen in didaktisch vorbereiteter, materialreicher Lernumgebung
  • Gelegenheit zu eigeninitiativem, selbstbestimmtem und selbstverantwortetem praktischem Lernen.
  • In wechselnder Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit sammeln die Schüler Erfahrungen mit unterschiedlichen Sozialformen des Lernens.
  • Zusammenarbeit zur Bildung von Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.
  • Es wird gelernt, Konflikte zu lösen, sich zu behaupten, aber auch, sich zurückzunehmen und Kompromisse zu schließen und Arbeitsergebnisse gemeinsam zu reflektieren und bewerten.

Lernen in Projekten

  • Aktionsform des Lernens ab Jahrgangsstufe 1
  • altersentsprechender Projektunterricht in den ersten beiden Jahrgangsstufen
  • in den stabilen Klassen, in denen auch in aufbauenden Kursen gelernt wird,
  • zunächst kleine überschaubare Aufgaben, dominiert von spielerische-kreative Lernformen
  • Entdecken, Gestalten und Begreifen – sowohl im wörtlichen Sinn des Wortes als auch im Sinne von Verstehen.
  • Entsprechend von Nachfragen und Möglichkeiten, werden Interessengemeinschaften angeboten.

epochale Kurse

Zeitlich begrenzt, werden im unmittelbaren Vorfeld einer Projektphase, jeweils konzentriert in mehreren aufeinander folgenden Stunden, ein neues Sachgebiet erarbeitet, neue Medien und mit diesen verbunden, neue Arbeitstechniken eingeführt usw.

E-Learning

  • spätestens in Jahrgangsstufe 4 im Rahmen des Mathematik- und Deutschunterrichts
  • dem erreichten Lernentwicklungsstand angemessenes Üben und selbstständiges Erarbeiten
  • Netzwerkbasierte kommunikativ-kooperative Arbeitsphasen
  • Zugang zu einer zukunftsträchtigen Interaktionsform des digitalen Zeitalters
  • ab Jahrgangsstufe 5 kann E-Learning grundsätzlich in allen Fächern und Lernbereichen zum Einsatz kommen des vereinbarten schulinternen Curriculums und des Medienbildungskonzepts der Schule

individuelle Lernentwicklungsbegleitung

  • eigenständige Aktionsform des Lernens
  • Grundlage der Planung nächster individueller Lernentwicklungsschritte
  • im Kern regelmäßige systemische Beratungsgespräche
  • Schüler werden Experte für sich selbst angesprochen und so die Reflexionsfähigkeit – die Fähigkeit, sich selbst, eigene Neigungen, Bedürfnisse und Interessen, Lern- und Arbeitsweisen, Lernergebnisse usw. wahrzunehmen, zu beschreiben, erklären und beurteilen, eigene Möglichkeiten und Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren, bislang ungenutzte Ressourcen zu entdecken 
  • unterstützt von Lehrern, aber in erster Linie von Lernbegleitern, die mit einer halben Vollzeitstelle für jede Klasse bereitstehen.

Lernaufgabenbetreuung

Der Schüler hat, ohne Hausaufgaben zu erhalten, nach Schulschluss alle Aufgaben erledigt. Sie können mit der Lernerfolg-Reflexion (LER) als Eltern dennoch Einfluss nehmen.

Die Leistungsbewertung erfolgt

  • in den Jahrgangsstufen 1 und 2 durch schriftliche Informationen zur Lernentwicklung,
    Diese enthalten Beurteilungen zum Ausprägungsgrad des Kompetenzerwerbes des Schülers in allen Unterrichtsfächern oder Lernbereichen gemäß der Stundentafel.“ Abweichen von der GV werden diese auch jeweils zum Schulhalbjahr ausgegeben.
  • ab Beginn der Jahrgangsstufe 3 in Form von Noten.
    Die Kompetenzbereiche im Fach Deutsch werden auf dem Zeugnis ausgewiesen.

Ebenso wie an staatlichen Schulen nehmen die Schüler der Freien Schulen am Ende der Jahrgangsstufe 2 im Fach Deutsch und am Ende der Jahrgangsstufe 4 in den Fächern Deutsch und Mathematik an zentralen Orientierungsarbeiten teil.

Individuelle Lernentwicklungsgespräche zwischen Klassenlehrkraft und Eltern, wie sie die GV anstelle der Zeugnisse zu den Schulhalbjahren 1 und 2 vorsieht, finden regelmäßig mindestens einmal halbjährlich in allen Jahrgangsstufen von 1 bis 6 statt.

Die Individualisierung der Lernentwicklungswege der Schüler der Grundschule erlaubt es, Mädchen und Jungen mit herausragenden Kapazitäten und Kompetenzen in einer oder mehreren Intelligenzen in unterschiedlichen Konstellationen innerhalb einer Schule individuell angemessen zu fördern.

Wir haben ein kooperatives Partnerschaftskonzept und eine hohe Flexibilität der inneren Organisation unserer Schule! Wenn Schulkinder über außerordentliche Talente und besondere Begabungen verfügen, die wir in unserem Rahmen nicht ausreichend fördern, entfalten oder ausbilden können, ermöglichen wir zu vereinbarten Zeiten, auch während der regulären Unterrichtszeit in einem Trainingszentrum des Leistungssports oder einer vergleichbaren Einrichtung auf einem anderen Gebiet zu trainieren bzw. einer Ausbildung nachzugehen. Grundlage für eine solche Form der Förderung bildet jeweils eine Vereinbarung zwischen Elternhaus, externem Kooperationspartner und Schule.

Der Ganztag wird entsprechend den Regelungen des Landes in offener Form im Zusammenwirken von Schule, Kindertagestätte (Hort), betreuter Freizeit, ergänzenden Angeboten der Schule und externen Kooperationspartnern realisiert. Die Gestaltung der Ganztagesbetreuung ist integrierter Bestandteil des Konzepts der Schule.

Die Öffnung der Grundschule erfolgt in zwei Dimensionen. Zum einen prägt sie die Gestaltung von unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Angeboten des Ganztages einschließlich der Präsentation von Ergebnissen der Schüler/innen-Arbeit. Zum anderen erfolgt sie in Form von Kooperationsbeziehungen zu außerunterrichtlichen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, insbesondere der Talententwicklung und Begabtenförderung.

Bezogen auf die Gestaltung des Ganztages strebt die Grundschule in fünffacher Hinsicht eine Verankerung im Wohngebiet, in der Gemeinde und in der Region an:

  • Sie sucht die Kooperation mit geeigneten Partnern, die als externe Experten bei der Gestaltung von Projekten mitwirken.
  • Sie ist an der Nutzung von außerschulischen Lernorten insbesondere im Rahmen der Projektarbeit interessiert.
  • Sie präsentiert mit Ausstellungen, Programmen, künstlerischen Aufführungen öffentlich die Ergebnisse der Projekte ihrer Schülerinnen und Schüler.
  • Ausgewählte Kurse, Arbeitsgemeinschaften und Projekte im Bereich der fakultativen Angebote stehen – insoweit freie Kapazitäten verfügbar sind – auch interessierten Mädchen und Jungen, die nicht die Schule besuchen, offen.
  • Sie kooperiert im Bereich der Ganztagsgestaltung mit der Kindertagesstätte auf dem Campus sowie weiteren Einrichtungen am Standort.

Zur Selbstentwicklung der Schule Im laufenden Schuljahr arbeiten interessierte Lehrkräfte und Elternvertreter in der „Schulentwicklungswerkstatt“ kontinuierlich an der konzeptionellen Weiterentwicklung der Schule. Der Schulträger gewährt Schülern, Eltern und Lehrkräften Mitwirkung durch gewählte Vertreterinnen und Vertreter.